Herren 55

Die Silberlinge haben sich in diesem Jahr für die Altersklasse 55 und für eine 4er Mannschaft entschieden und spielen in der 1. Bezirksklasse in der Gruppe 100. Nachdem es im letzten Jahr coronabedingt nicht geklappt hat und sich alle Mannschaften nach und nach abgemeldet hatten, hofft das Team auf einen regen Spielbetrieb in dieser Saison. Stand jetzt wurden die Herren 55 in eine Mördergruppe eingruppiert mit noch zwei weiteren  Mannschaften. Das bedeutet in diesem konkrten Fall dass es ein Hin- und ein Rückspiel geben wird.

Die vorläufige Gruppeneinteilung, die Spieltermine, der Blick auf die Tabelle, die Ergebnisse der anderen Mannschaften sowie ein Blick auf den Spielbericht mit den Einzelergebnissen der teilnehmenden Mannschaften offenbart ein Klick auf den Faktenbutton. Schon ist man auf dem offiziellen Ergebnisdienst des BTV

Die Silberlinge hatten allen Grund die Saison zufrieden ausklingen zu lassen. Mit der Vizemeisterschaft wurde das große Ziel zwar nicht ganz erreicht, aber es war dennoch ein Fingerzeig in die richtige Richtung. Die Saisonbilanz mit 2 Siegen aus 3 Spielen liest sich nach etwas mageren Jahren absolut positiv. Spieler der Saison war Reinhard Huber mit 3 Einzel und 1 Doppelerfolg, also einer sauberen 4:0-Bilanz, dicht gefolgt von Richard Harter mit 2 Einzel und 1 Doppelerfolg, der sich ebenfalls den Unbesiegbarnimbus erspielt hat. Auch Walter Hund und Albrecht Schütt haben mit 2 Siegen und 1 Niederlage noch eine positive Einzelbilanz vorzuweisen. Das alles war für die Verantwortlichen Grund genug einen Saisonabschluss zu organisieren, der dann in Wagshurst auch stattfand. Vorab wurden 3 Doppelrunden gespielt, wo insbesondere die Önsbacher noch einmal richtig motiviert zur Sache gingen und etwas Würze in die Spiele brachten. Mit zünftiger Blut- und Leberwurst wurde das nötige Fett für die langen Wintermonate in die Reservoirs geschoben und mit salzigen Waldspeck konserviert. Ein paar Bierchen hatten lockere Gespräche zur Folge und waren ein Beweis dafür, dass man mit Önsbachern durchaus eine Spielgemeinschaft eingehen kann und was Gutes dabei rauskommt. Zu den Bildern geht es hier

Sehr vielversprechend begann die diesjährige Tennissaison der Herren 55 als Gast in Gundelfingen, ein Traditionsverein in der Nähe von Freiburg mit 10 Plätzen, wovon allerdings nur zwei für die weitgereisten Silberlinge der TSG reserviert waren. Das war aber kein Grund gleich die Fassung zu verlieren, wie der Gegner von Reinhard Huber feststellen konnte. Hubi schickte ihn links, auch mal rechts, lockte den Gundelfinger nach vorne und bat ihn dann wieder an die Grundlinie um dort weiter zu machen. Reinhard selbst tut die „Ernährungsumstellung auf reinen Süppchenbetrieb“ sichtlich gut. Das 0:6, 1:6 spiegelt das wieder, was es auf dem Platz zu sehen gab. Der Herr Dr. von Albrecht Schütt erkundigte sich am Zaun, ob „Der eigentlich immer alle Bälle erläuft und zurückbringt oder evtl gar Drogen nimmt“ und ist daran förmlich zerbrochen (0:6, 2:6). Und der andere Herr Dr. durfte bei Richard Harter Tennis 2.0 kennenlernen. Stopps sind „In“ seit den Paris Open und wenn die einer in Perfektion spielen kann, dann ist das unser Ritschi. Er machte den Gundelfinger mit seinem „variantenreichen Spiel“, das alle so lieben, sprichwörtlich mürbe (2:6, 2:6). Einzig Walter Hund konnte nicht das auf den Platz zaubern, was er sicher gerne getan hätte und musste sich über den Matchtiebreak ins Ziel retten (2:6, 6:2 und 6:10). Wer seine Vorgeschichte kennt, weiß und hat es auch gesehen – Der Hund beißt wieder und ist auf dem besten Weg zu alter Stärke. Wann hat es das zum letzten Mal gegeben, vier Einzelsiege? Da muss man weit zurückdenken und es ist auch gleichzeitig beängstigend.
Dass die Gundelfinger durchaus Qualitäten haben, zeigte sich dann im Einserdoppel, wo Albrecht Schütt und Peter Hillbrecht genaugenommen chancenlos waren und ein präsidialer Ausfallschritt ein jähes Ende brachte und den Hausherren den Ehrenpunkt. Im Zweier überraschten das Duo Richard Harter und Gebhard Schütt die Hausherren dadurch, dass sie trotz des eigentlich klaren Spielstandes noch so viel Biss entwickelten und jeden Punkt haben wollten, was ihnen weitestgehend mit dem 3:6, 1:6-Erfolg gelang. Man darf also sehr gespannt sein, auf das, was noch alles passieren wird.

Was wurde nur in der Vorbereitung auf diese Saison falsch gemacht, dass es läuft wie es läuft? Wohl nichts, denn der zweite Sieg am Samstag gegen Griesheim lässt keine Fragen offen. Und die Einzelergebnisse sind phänomenal. Walter Hund eröffnete auf dem Centercourt in Önsbach den Spieltag. Konstanz, Geduld und Ausdauer sind Eigenschaften, die ihn auszeichnen und letztlich auch zum Sieg führten (6:1, 6:2). Dass der Gegner von Richard Harter erst etwas später zum Spiel antreten konnte, mag daran gelegen haben, dass er Richard und seine Art zu spielen kennt. Der Griesheimer war viel unterwegs bis ihm der Sprit ausging, so etwa Mitte des zweiten Satzes und ein 6:3, 6:0 am Ende als Resultat feststand. Mit Urgewalt wollte der Spielpartner von Albrecht Schütt zum Erfolg kommen. Leider musste er dann bald feststellen, dass auf der anderen Seite ein ausgemachter Stratege am Wirken war, der so gar nicht gewillt war, auf sein Spiel einzugehen. Ein 6:0, 6:0 stand da nach Spielschluss auf dem Spielberichtsbogen. Ja und Reinhard Huber im vierten Einzel ist zur Zeit einfach nur gut drauf, es läuft, er spielt wesentlich aggressiver als bisher und die Wagshurster Luft tut ihm gut, auch wenn ihn ein kleines Erdbeben mal kurz die Fassung verlieren lässt. Aber er ist multitaskingfähig, wie das 6:2, 6:1 eindrucksvoll untermauert.
In der abschließenden Doppelrunde lebten dann die Gäste aus Griesheim doch gewaltig auf. Zwar konnten Walter Hund und Werner Huschka im Einserdoppel den 1. Satz mit 6:2 gewinnen, mussten dann aber den zweiten mit 0:6 abgeben, ein Zwischenhoch im Matchtiebreak reichte nicht für den Endsieg (8:10). Die beiden Schüttbrüder im Zweier, Albrecht und Gebhard, wurden schwer beschossen, leisteten massiven Widerstand, aber letztlich ging der Sieg verdientermaßen mit 5:7 und 2:6 an die Gäste.
Somit kommt es am kommenden Samstag in Önsbach zum Entscheidungsspiel um die Meisterschaft in dieser Spielklasse. Spielbeginn ist 9.30 Uhr und Zuschauer könnten das Zünglein an der Waage sein.

Die Basisdaten für dieses Aufstiegsspiel in Önsbach gegen die Altersgenossen aus Waltershofen sprachen eher gegen die Grauen der TSG, waren doch alle Gegner LK-mäßig besser eingestuft. Doch genau das war eine zusätzliche Motivation für den Ein oder Anderen sich zu beweisen. Nur dem Albrecht ist das LK-Gedöhns eh egal, denn sein Spielsystem ist so aufgebaut, dass der Gegner mit seiner Spielweise umgehen können muss, wenn er gewinnen will. Und der Waltershofener hatte leider die Geduld und die Ausdauer und gewann quasi dieses hartumkämpfte Schlüsselspiel mit 6:7, 4:6. Um ein vielfaches schneller fertig war Reinhard Huber. Seine neue aggressive Spielweise, gepaart mit seinen Bringerqualitäten, verhelfen ihm zu einem dominanten Spiel und klaren Siegen (6:0, 6:1). Walter Hund hatte es auf der Eins, einmal mehr, mit dem Besten der Gäste zu tun. Es war ein Spiel auf hohem Niveau und Walter agierte absolut auf Augenhöhe, lediglich das „Spielglück“ war nicht immer auf seiner Seite, was letztlich auch spielentscheidend war. Auch dieses Spiel ging mit 2:6 und 4:6 an die Gäste. Sehr spektakulär war das Spiel vom kurzfristig eingesprungenen Karlheinz Bruder. Er begann furios, führte im 1. Satz 5:1 und ist dann wohl selbst so erschrocken, dass er den Satz im Tiebreak noch abgab. Der zweite Satz war ein Abbild des Ersten – Karlheinz führte schnell 4:0 und beim Stand von 4:6 musste er allerdings seinem Kontrahenten zum Sieg gratulieren. Ein Erlebnis der besonderen Art.
Nun hätte es zwei Doppelsiege gebraucht um noch ein Remis zu erreichen. Im Einserdoppel standen mit Walter Hund und Reinhard Huber zwei, die sich wunderbar ergänzten. Herrliche Aufschläge, perfekt vorbereitete Netzattacken, gute Returns eben alles was ein gutes Doppel so ausmacht und ein Gegner, der nur verwundert zuschauen konnte. Beim Spielstand von 7:5 und 4:1 mussten die Gäste verletzungsbedingt aufgeben. Doppel 2 ging deutlicher verloren, als es tatsächlich war. Werner Huschka und Hermann Haungs wehrten sich mächtig, mussten aber am Ende der deutlich jüngeren Paarung des Gegners den Vortritt lassen.
Der Sieg ging mit 2:4 an die Gäste. Eine sehr gefestigte und routinierte Mannschaft, die verdient in dieser Saison zum Meister gekürt wurde. Glückwunsch an das Team aus Waltershofen.