Badenpokal

Dieser Wettbewerb ist eine sehr interessante Sache. Bietet er doch die Möglichkeit einmal auf andere Plätze zu kommen, andere Leute kennenzulernen und je nachdem kräftig LK-Punkte zu sammeln. Es braucht im Prinzip nur zwei Spieler, denn es werden nur 2 Einzel und ein Doppel gespielt. Leider wird dieser Wettbewerb vom Verband nicht ideegerecht umgesetzt und so kann es durchaus sein dass die 1. Mannschaft eines Vereins gegen die 2. Mannschaft spielt. Das ist nicht im Sinne der Spieler und auch nicht der Vereine.

Schon eingangs der Woche meldet Walter Hund erste Bedenken an bezüglich seines Einsatzes gegen Haslach. Zum Ende der Woche wurden aus den Bedenken Gewissheit. Mögliche Alternativen waren schnell abgearbeitet und so hat sich schlussendlich Doppelspezialist Gebhard Schütt bereiterklärt das Einzel zu spielen. Nun kam ja aus dem Kinzigtal kein Fallobst zum Finalspiel nach Wagshurst. Da reiste eine LK 10 und eine LK 14 an, die sich bei Gebhard auf der Platzseite gegenüber in Position brachte, in seinem ersten Einzel nach langer Zeit. Unser Doppelspezial musste gleich nach den ersten Ballwechseln erkennen, dass im Einzel die Positionswechsel schneller erfolgen müssen, er öfter dran ist, mehr laufen muss und sich nur auf sich verlassen kann. Das hat er angenommen und seine Sache gut gemacht, wie das ein echter Teamplayer eben so tut. Für den Sieg hat es leider nicht gereicht, was in dieser Konstellation auch keiner erwartet hatte (0:6, 2:6). Sein Bruder Albrecht Schütt reibt sich dagegen gern mit dem vermeintlich Unmöglichen. Und was soll ich sagen – er hat es Klasse gemacht. Albrecht hat im 1. Satz den Zehner auf der Rückhand festgenagelt und über diese Option die Punkte zum Satzgewinn geholt (6:3). Nun hat der Haslacher die LK 10 ja nicht im Lotto gewonnen. Er hat reagiert und hat den Bison mit dessen Matchplan den Zweiten mit 2:6 abgenommen. Wie das große Spieler tun hat Albrecht daraufhin den Platz verlassen, sich gedanklich neu aufgestellt, die Socken gewechselt, die Unterhose zurechtgerückt oder was man halt auf dem Klo so macht, hat dann mutig weitergespielt und deshalb auch den Matchtiebreak mit 10:6 für sich entscheiden können. Im abschließenden Doppel kam Friedolin Späth an der Seite von Albrecht Schütt zum Einsatz. Von Harmonie konnte man im 1. Satz nicht gerade sprechen dafür war Friedel zu aufgeregt und zu viel mit der Suche seiner Position im Spiel beschäftigt, was an der Seite von Albrecht auch etwas schwierig war, weil der ja überall rumhuscht. Im Zweiten allerdings wurde er ruhiger, hatte viele starke Aktionen und schon wurde es eng in der Kiste für die Haslacher. Das hart umkämpfte Schlüsselspiel beim Stand von 3:4 ging leider an die Gäste und die machten anschließend auch den Sack zu (1:6, 3:6). Die Kinzigtäler haben letztlich insgesamt verdient gewonnen und waren dennoch angenehme Gäste.

In der 1. Runde des Badenpokals waren die Herren vom ETSV Offenburg zu Gast bzw haben aufgrund von Planungsproblemen im Verein auf ihr Heimrecht verzichtet. Das sind  Probleme die man in Wagshurst nicht kennt. Da gibt es jederzeit freie Plätze und volle Zuschauerränge. Für die TSG traten Albrecht Schütt und Walter Hund zu den Einzeln an. Bei Walter nahm die Begegnung seinen gewohnten Verlauf. Als Langsamstarter braucht er bekanntermaßen eine gewisse Zeit bis alles justiert ist und dann läuft das Programm ganz normal ab. Das konnte sein Gegner natürlich nicht wissen und glaubte beim Einspielen eine kleine Rückhandschwäche erkannt zu haben, vermutete auch eine gewisse Trägheit beim Anlaufen von Stoppbällen und hatte wohl auch noch was von Urlaub gehört. Wie falsch seine Einschätzung war durfte er dann auch schnell feststellen. Die Rückhand kam messerscharf wie eh und je und von den 50 Stoppversuchen gingen vielleicht 2 an den Gegner und da der nicht geneigt war sein Spiel etwas umzustellen durfte er Walter zum 6:2, 6:1 gratulieren. Nun könnte man ja sagen bei Albrecht lief es auch wie immer – mal spielen lassen, reagieren, abkochen. Aber dem war nicht so. Er war völlig anders drauf an diesem Dienstag und wollte schon im 1. Satz viel erzwingen, war ungeduldig, gereizt und nicht bereit sich auf das äußerst unangenehme Spiel des Mannes aus der Ortenaumetrople einzulassen. Das Ergebnis, er machte zu viele unforced errors wurde oft ausgekontert und der Satz ging mit 4:6 an den Gast. Im Zweiten tat er das was dringend notwendig war, er nahm das Spiel des Offenburgers an und siehe da der Satz ging mit 6:0 an ihn. Im Matchtiebreak hatte der Gast leider den besseren Start, zwischendruch Zwei oder Drei glückliche Bälle und weg war der MT mit 4:10.
Das abschließende entscheidende Doppel war eigentlich wenig spektakulär. Albrecht und Walter waren das bessere Team und der 6:2, 6:2-Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung. So steht die TSG Wagshurst/Önsbach im Halbfinale und spielt in Wagshurst gegen den TC Haslach.